Das Ding mit der Hasenzucht

Sicherlich ist euch schon aufgefallen, dass die Hasenzucht lediglich ein Randthema in meinem Blog ist. Eigentlich ja wirklich schade, denn unsere Häschen sind schon wirklich niedlich und hätten es verdient im Vordergrund zu stehen! Nur es hat schon seinen Grund, warum ich bewusst die Häschen eher eine Nebenrolle spielen lasse.

Es gibt ja leider immer wieder einige Fälle von fanatischem Naturschutz. Versteht mich nicht falsch: Ich finde Naturschutz sehr sehr wichtig! Und ich unterstütze selbigen auch gerne, wo es mir möglich ist – vor allem mit meinem naturnahen Garten! Aber es gibt da Leute, die sich Naturschützer schimpfen, die oftmals keine Ahnung von Tierhaltung haben, aber meinen, schlechte Tierhaltung erkennen zu können, wo dies nicht der Fall ist! Um genau solche Fälle zu vermeiden und vor allem um zu vermeiden, dass ich mich mal grundlos vor dem Veterinäramt verantworten muss, suche ich die Beiträge und die Bilder, die ich über meine Hasen/Kaninchen poste, sehr genau aus.

Ein weiterer Grund ist, dass wir die Kaninchen nicht nur zum Knuddeln und Angucken halten, sondern vor allem als Nahrungsquelle. Ich weiß, dass da manch einer vllt. nicht mit dem Gedanken klar kommt, dass wir zuerst mit den Kaninchen knuddeln und schmusen, nur um sie dann im Dezember zu schlachten und zu verspeisen. Aber vegetarische oder gar vegane Ernährung ist nicht mein Ding. Der Mensch war von jeher beides: nämlich Sammler und Jäger! Was mir jedoch wichtig ist, ist es, darauf zu achten, nicht jeden Tag Fleisch zu essen. Und vor allem, dass die Tiere, von denen das Fleisch stammt, eine artgerechte Tierhaltung hatten und nicht gequält wurden. Und wie kann ich das besser überprüfen, als wenn ich die Tiere selbst züchte! So kann ich mir wirklich sicher sein, dass es den Tierchen gut ging und sie nicht leiden mussten. Wir achten sehr darauf, die Tiere so schnell und schmerzlos wie möglich zu schlachten. Am besten so, dass sie es gar nicht bemerken!

Ich hoffe, ihr versteht meine Haltung! Ich kann euch versichern, dass es unseren Tierchen wirklich hervorragend geht. Jeder von den Hasen hat einen doppelt so großen Stall, als es bei anderen Züchtern bei uns in der Gegend üblich ist. Alle Hasen werden von uns jeden Tag liebevoll geknuddelt. Und sie haben auch immer genug zu trinken und zu fressen in ihren Ställen. Sobald es uns möglich ist, wollen wir sogar ein großes Freigehege bauen, wo die Hasen dann das ganze Jahr über frei rumhoppeln können. Aber noch ist das leider Zukunftsmusik, da leider einiges (wie beispielsweise der Bau eines wohnlichen Heims für uns Zweibeiner :-D) noch in Schwebe ist. Ich werde natürlich vom Bau und der Ausstattung des Freigeheges berichten, wenn es soweit ist!

Ab damit zu EiNaB!

20 Gedanken zu „Das Ding mit der Hasenzucht

  1. Hallo, da bin ich deiner Meinung. Wenn schon Fleisch essen, dann von Tieren, denen es gut ging. Haustiere halten ist eine uralte menschliche Tradition und Menschen sind nun einmal „Allesfresser“. Dass man nicht jeden Tag Fleisch essen sollte, finde ich auch. Wenn sich daran alle halten würden, wäre schon viel getan. Mit einer Nulltoleranzhaltung gegenüber anderen Lebensweisen erreicht man eher das Gegenteil.
    Liebe Grüße, Marlene

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  2. Hallo Steffi!

    Heute tue ich mir ein bisschen schwer mit dem Kommentar, denn auf der einen Seite kann ich Deine Haltung voll gut verstehen und stimme Dir zu. Ökologisch sinnvoll ist es auch noch dazu, ich habe gerade einen Beitrag dazu in Arbeit, der kommt heute oder morgen online (Zum Thema Nahrung und Auswirkungen auf die Umwelt).

    Auf der anderen Seite könnte ich das aber ganz sicher nicht selbst so praktizieren. Ich glaube, da hätte ich eine Sperre in mir. Allerdings esse ich selbst fast kein Fleisch mehr, bin also vermutlich kein Maßstab.

    Vielen Dank fürs Verlinken zu EiNaB!

    lg
    Maria

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    1. Hallo Maria,
      ich kann es voll und ganz nachvollziehen, wenn einige ihre Tierchen nicht umbringen könnten. Auch für uns ist das oft nicht ganz leicht. Doch der Zweck der Hasen ist nun mal der, als Nahrung zu enden. Das einzige was ich mir wünsche, ist, dass man uns nicht verteufelt, nur weil wir unser Essen selber schlachten und dafür Tiere sterben. Ich versichern, dass diese Tiere ein wirklich schönes und erfülltes Leben hatten.
      Liebe Grüße,
      Steffi

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      1. Hallo Maria,
        ich weiß, dass es früher gang und gebe war, sich seine eigenen Schlachtkaninchen zu halten. Meine Großeltern taten dies auch schon. Nur heutzutage ist das leider nicht mehr üblich ind deshalb kann man sich ganz schnell der kritik stellen, warum man Tierchen schlachtet.
        Liebe Grüße,
        Steffi

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  3. Hallo Steffi,
    Dein Beitrag ist wirklich wunderbar geschrieben und ich bin ganz Deiner Meinung.
    Ich will hier auf das ganze Für und Wieder gar nicht eingehen. Erstaunlich finde ich einfach, dass diese Thematik heutzutage ein echt verdammt heißes Eisen geworden ist. Das Du also lange überlegen musst, ob Du den Beitrag überhaupt schreibst. Das trifft zwar auf viele Themen zu, aber hier scheint es an die Grundeinstellungen zu gehen.
    Beste Grüße
    Björn

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    1. Hallo Björn,
      ja die Thematik mit der Tierhaltung ist echt ein schwieriges Thema. Und ich finde das ja soo schade. Aber wir hatten schon mal so eine „Tierschützerin“ am Hof, die meinte alle paar Tage unangekündigt nach unseren Hasen sehen zu müssen. Darauf kann ich echt verzichten! Schlimm, dass manche Leute meinen, sich ins Leben anderer einmischen zu müssen. Aber umso mehr freu ich mich, wenn ich doch ein paar gleichgesinnte finde! 😉
      Liebe Grüße,
      Steffi

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  4. Hallo Steffi,
    ich persönlich tu mich da auch ab und zu schwer. Als Beispiel kann ich hier meinen Schwager und seine Frau nennen. Die ernähren ihr einjähriges Kind komplett vegan. Ich denke dann auch immer in der Kategoie Jäger UND Sammler und merke förmlich wie ich denen das auch mitteilen möchte. Ich stelle dann fest das ich selbst auch irgenwie verbohrt bin und halte mich zurück … was wohl auch richtig ist. Denn in Wahrheit habe ich veganer Ernährung null Ahnung. Zudem sind das dann gleich zwei Konfliktthemen: Babys und Ernährung. Das kann nicht gut gehen…
    Liebe Grüße
    Björn

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  5. Hallo,
    auch ich funke „Zustimmung“ wenn es darum geht, Tiere, denen es gut ging, auch essen zu „dürfen“. Schade finde ich allerdings die Sache mit den Käfigen – die Karnickel, die man essen kann, sind nunmal keine Einzelgänger, sondern Gruppentiere… aber vielleicht leben sie ja in den großen Käfigen in Gruppen!? Ansonsten hoffe ich sehr für die Karniggels, daß der Traum vom Freigehege möglichst bald wahr wird.
    Bei sich einmischenden Tierschützern bin ich auch ein wenig zwiegespalten – ich habe auf dem Hof, auf dem ich früher einmal gearbeitet habe, schon Anzeigen erlebt, weil Herford-Rinder „vor Kälte laut schriien“ – Ach Gottchen, diese Robustrinder halten zweistellige Minustemperaturen locker aus und muhten bloß laut nach ihren Kälbern, von denen sie nach einigen Monaten Familienverband getrennt worden waren…. aber andererseits: sowas kann man ja klarstellen, und es gibt tatsächlich viel Tier-Elend, und daß Leute sich einmischen und kritisch gucken, finde ich mutig und gut.

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    1. Hallo, auch uns sind die käfige ein dorn im auge. Gerade weil die Kaninchen Gruppentiere sind. Es ist uns leider nicht gänzlich gelungen, die Tiere in Gruppen unterzubringen. Aber wir versuchen es, wo es geht. Wir versuchen, das Freigehege so bald wie möglich zu verwirklichen. Einfach schon deshalb, weil wir ihnen den Mehrauslauf ermöglichen wollen. Wir versuchen die Haltung der Tiere stetig zu verbessern! Was die Einmischung von Tierschützern angeht, muss ich sagen, dass ich da schon sehr starke Negativbeispiele kenne. Ich kenne Leute, die umziehen mussten, weil sie den shitstorm, der von einer grundlosen Anzeige eines „Tierschützers“ ausgelöst wurde, nicht mehr aushielten. Und da geht „Tierschutz“ eindeutig zu weit!

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      1. Shitstorms sind IMMER kacke. Ganz egal, wer sie warum auslöst – und der Auslöser ist ja oft nichtmal der VERANTWORTLICHE, das kommt noch dazu…
        Euch viel Erfolg beim weiteren Umbau auf die besere Haltungsform 🙂

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  6. Du sprichst mir aus der Seele! Wir sind zwar noch nicht bei Hasen angekommen, streben aber auf jeden Fall Hühner an und haben bisher die Tauben aus dem großelterlichen Stall selbst geschlachtet und gegessen! Wie beim Gemüse auch kommt da ein ganz anderes Bewusstsein für den eigenen Konsum auf! 🙂 Das halte ich für richtig und wichtig, viel wichtiger, als komplett darauf zu verzichten!
    Meine Rückendeckung hast du auf jeden Fall! Du glaubst ja gar nicht, was man sich selbst als Bienenhalter schon manchmal für abstruse Tierschutz-Klamotten anhören muss… Da kann ich eigentlich nur noch mit dem Kopf schütteln! Und leider sind deshalb auch auf unserem Blog die Bienen und unsere (artgerechte und tierfreundliche) Art der Bienenhaltung und leider auch der Austausch darüber zum Randthema geworden 😦
    Liebe Grüße!
    P.S. Vielen Dank für die schöne Osterkarte ❤ 😄 Passt ja zum Thema hier 😉

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