Die dümmsten Bauern haben die dicksten Kartoffeln?

Ich hoffe, ja dass das mit dem dummen Bauern auf mich nicht zutrifft. Aber die dickste Kartoffel hab ich in meinen Kartoffeltürmchen wohl gefunden. 🙂 Aber von Beginn an. Ich will euch nicht nur von meiner Kartoffelernte erzählen, sondern auch wie alles begann:

Kartoffelansaat

Es war einmal ein kleines Kartoffeltürmchen. Ein Kartoffeltürmchen? Nein! Fünf Kartoffeltürmchen! Es sollte pro Sorte ein Türmchen wachsen. Gesagt getan. Ein paar Bretter passend zurecht gesägt und die Grundmauer gelegt. Die Fugen wurden mit Heu/Stroh abgedichtet. Die Kartoffeln habe ich einfach auf den Boden im Turm gelegt und gut durchgesiebte Komposterde darauf verteilt.

KartoffelturmbasisCollage Kartoffelansaat

Nun hieß es erst mal abwarten, bis die ersten Triebe zu sehen waren. Kaum dass das der Fall war, wurde gehäufelt, bis die Triebe nur noch ein klein wenig oder fast gar nicht mehr aus der Erde ragten. Brett für Brett wurden nun die Türmchen hochgezogen.

Collage erste TriebeKartoffeltürmchen

So war zumindest der Plan. Die Wühlmäuse hatten einen anderen. Zunächst sind meine Kartoffeln schön gewachsen. Ca. 15 Saatkartoffeln hatte ich pro Türmchen ausgelegt. Und in etwa so viele Triebe sind auch gekommen. Ein oder zweimal konnte ich auch erfolgreich häufeln. Und dann war der Großteil der Pflänzchen plötzlich weg. Wie vom Erdboden verschluckt. Zurück blieben nur Löcher an den Stellen, an denen vorher die Pflänzchen wuchsen. Da war der Fall klar. Dieser Sieg ging ganz klar an die Wühlmäuse. Einzig zwei Pflänzchen (von 75!) haben überlebt. Bitter.

Collage Kartoffelpflanze

Als ich mich also zur Ernte machte, hatte ich nicht sehr viel erwartet. Und viel kam auch nicht raus. Das vierte Jahr baue ich nun schon Kartoffeln in meinem Garten an, aber so klein war die Ernte bisher noch nie. Allerdings hatte ich auch noch keine so riesengroße Kartoffel dabei.

Bitter ist auch, dass ich dieses Jahr keine eigenen Saatkartoffeln ziehen kann. Ich muss also nächstes Jahr wieder neue Saatkartoffeln kaufen. Schade.

Kartoffelernte

Fazit: Die Idee mit den Kartoffeltürmchen gefällt mir außerordentlich gut. Kartoffeln als Starkzehrer mit reiner Komposterde zu häufeln, war auch keine schlechte Idee. Nur nächstes Jahr muss dringend ein Wühlmaus-Schutz her. Ein engmaschiges Drahtgitter dürfte da seine Dienste gut tun. Somit verbuche ich dieses Experiment als einen Teilerfolg und werde meine Kartoffeln auch kommendes Jahr wieder so anbauen.

Wie baut ihr eure Kartoffeln an? Berichtet doch darüber in den Kommentaren.

Liebe Grüße

Eure Steffi

7 Gedanken zu „Die dümmsten Bauern haben die dicksten Kartoffeln?

  1. Mein Vater baute solche Wurzelschutznetze aus Maschendraht um seine jungen Obstbäume. Ungefähr zwei Jahre lief das auch gut, doch dann muss im Boden was passiert sein. Entweder bog sich was auf oder die Wühlmäuse wurden kleiner, oder eine neue Plage kam hinzu: Einer nach dem anderen ging ein. Wühlmäuse und Schnecken machen dem Gärtner das Leben schwer. 😉
    Aber Kartoffelturm klingt unheimlich gut, weil absolut logisch.
    Danke dafür! 🙂

    Gefällt 1 Person

      1. Das stimmt. Aber ich werde es auch noch ein Stück die Seitenwände hoch machen. Dass Wühlmäuse Holzwände hochklettern, wäre mir neu. 😉 Mal schauen, wie das nächstes Jahr klappt. Ich werde auf jeden Fall davon berichten 😊

        Gefällt 1 Person

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