Ansäen leicht gemacht

Heute möchte ich euch mal zeigen, wie ich meine Pflänzchen vorziehe und was Schafwolle damit zu tun hat. Wer mehr dazu wissen will, ist herzlich eingeladen, hier weiter zu lesen. 🙂

Zunächst einmal möchte ich erwähnen, dass ich leider nicht die idealsten Bedingungen aktuell zum vorziehen der Pflänzchen habe. Im Haus ist leider keinerlei Platz, weshalb ich immer erst recht spät in meinen kleinen Foliengewächshäusern anbauen kann. Wenn dann noch ständig der Wind geht, ist das auch nicht ideal. Zum einen sind die Foliengewächshäuser leider semistabil. Sie bleiben zwar in der Regel stehen (Ja der Sturm hat mir auch schon mehrere davon zerstört), aber die Saatschalen fallen gerne mal auf den Boden, was ich nicht so prickelnd finde. Auch macht der viele Wind aktuell das Lüften schwer. Denn wenn ich die Tür aufmache, ist das Treibhaus natürlich noch anfälliger für den Wind. Das ist alles eine Gradwanderung. Leider können wir erst ein festes stationäres Treibhaus bauen, wenn unser Haus steht und wir uns dann mal einig darüber sind, wie wir die Gartenfläche genau gestalten wollen. Das kann noch ein wenig dauern und bis dahin müssen eben die Folientreibhäuser herhalten.

Ansäen leicht gemacht - Pinterest

Aber nun zum eigentlichen Thema: Das Ansäen. Ja zugegeben, etwas spät in diesem Jahr. Aber es kommt ja wieder ein Frühling und vllt. findet der ein oder andere ein paar Tipps, die er für sich mitnehmen mag.

Für die Anzucht brauche ich folgende Dinge:

  • geeignete Pflanzgefäße (Da ich meistens zu faul zum pikieren bin, lege ich immer je einen Samen in eine Pflanzmulde 🙂 )
  • Schafwolle (Das können aussortierte Reste von Vliesen sein. Man muss nicht die schönen Filetstücke eines Schafvlieses verwenden. Die verfilzten oder verkoteten Stellen sind hier ideal. Ungewaschen ist das ganze sogar noch viel besser als schon gewaschen. Geht aber beides)
  • Erde (Da muss es nicht dringend Anzuchterde sein. Gute Muttererde tuts da auch. Das spart Geld und Plastikverpackungen!)
  • Sämereien
  • Wasser zum angießen
  • evtl. Namensschildchen zum Beschriften

Hast du diese Dinge, dann kann es auch schon losgehen. Du nimmst zunächst dein Pflanzgefäß und legst zuerst ein wenig Wolle hinein. So viel, dass der Boden bedeckt ist. Es muss nicht das halbe Gefäß damit gefüllt sein. Warum Wolle? Dafür gibt es zwei entscheidende Gründe: Der erste und für mich fast bedeutendere: Wolle ist ein idealer Wasserspeicher. Es speichert sehr viel Wasser und gibt diese wieder nach und nach an die Erde ab. Somit trocknet die Erde um den Samen herum nicht so schnell aus und die Pflänzchen haben einen besseren Start. Dadurch, dass der Wasserspeicher unten im Topf ist, wachsen die Wurzeln auch nach unten, was eine tiefere Wurzelung zur Folge hat und die Pflänzchen stabiler stehen lässt. Der zweite Grund ist, dass die Schafwolle ein super Stickstofflieferant ist und damit ein Langzeitdünger. Das sind doch schonmal zwei super Gründe, nicht wahr?

Wolle als Grundlage

Weiter geht’s: Auf die Wolle füllt man erst einmal Erde. Der Füllstand der Gefäße richtet sich hier zum einen nach der persönlichen Vorliebe und zum anderen danach, wie tief die verschiedenen Samen in der Erde liegen müssen. Ein Tomatensamen soll nur dünn mit Erde bedeckt werden. Hier kann man also gleich mehr Erde zu Beginn einfüllen. Ein Kürbissamen z.B. soll schonmal 1-2cm tief unter der Erde eingebracht werden. Hier füllt man erstmal weniger Erde ein usw.

Schicht Erde

Danach wässere ich das ganze erstmal. Das sorgt dafür, dass sich die Erde schonmal setzt und nicht mehr so leicht aufgeschwemmt wird bei den folgenden Wasserzugaben. Und nun kann auch schon der Samen rein. Danach nochmal die richtige Menge an Erde darüber (Hier wieder auf die Samenart achten!) und anschließend nur mit einem Drucksprüher (falls vorhanden) leicht anfeuchten. Das verhindert, dass der Samen gleich wieder ausgeschwemmt wird. Ist die Erde so nun erstmal feucht gehalten, kann die weiteren Male mit einer Gießkanne mit feinem Zerstäuber gegossen werden. Das geht dann auch schneller als mit einem Drucksprüher.

gut wässern

Und nun müssen die Pflänzchen nur noch wachsen. Damit das ganze ein Erfolg wird, müssen natürlich mehrere Faktoren zusammenspielen. Die Erde darf nicht zu feucht/nass aber auch nicht zu trocken sein. Frischer Sauerstoff ist bedeutend (Treibhaus lüften usw.) Die Temperatur muss stimmen. Es ist gar nicht so einfach, dass das alles auch so passt.

fertig

Nun wünsche ich euch aber ein erfolgreiches Gartenjahr und viel Erfolg bei den Aufzuchten der Pflänzchen. Wie macht ihr das denn? Ich würde mich freuen, wenn ihr mir das in die Kommentare schreibt. Vllt. kann ich mir ja auch noch den einen oder anderen Tipp abholen.

Liebe Grüße

Eure Steffi

Verlinkt mit Freutag

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