Auf der Nadel – Januar 2019

Der Januar war bei mir in Sachen Handarbeit recht unstet. Der Monat stand eindeutig im Zeichen der Anstrickeritis. Es hat mich da wirklich ganz schlimm erwischt! Kennt ihr vielleicht ein Gegenmittel? 😀 Ihr könnt euch also erst einmal auf einen recht langen Strick- und Häkelbericht einstellen. Ich hab so einiges zu zeigen und zu erzählen!

Zu meiner Schande muss ich ja gestehen, dass meine Mysterydecke noch immer nicht fertig ist. Es sind lediglich ein paar wenige Reihen daran weitergewachsen. Und dabei hatte ich mir eigentlich vorgenommen, diese Decke in diesem Monat fertig zu stricken. Hmmm. Nun ja. Wir bereiten lieber das Tuch des Schweigens darüber!

mystery decke, teil 9.3

Dafür ist ein anderes Deckenprojekt recht gut im letzten Monat gewachsen. Davon habe ich schon seeeeehr lange nicht mehr berichtet oder habe ich vom Deckenprojekt konkret überhaupt schon einmal berichtet? Hmmm. Ich glaube nicht. Dann holen wir das hier doch gleich mal nach. Anfang 2017 habe ich mir einen Zoom Loom aus Canada bestellt. Seitdem webe ich so vor mich hin. Ein Webquadrat nach dem anderen. Immer wieder mal, wenn mich die Lust packt. In der Regel verarbeite ich damit die kleinsten der kleinsten Wollreste, aus denen sich sonst nichts anderes mehr lohnt. Bei mir wird wirklich so gut wie keine Wolle weggeworfen. Nur ganz kleine Schnipsel. Eigentlich werfe ich nur Abschnitte weg, die kürzer als ca. 15cm sind. Denn auch diese Abschnitte kann man noch zum Abbinden von Strängen verwenden. 😉 Zurück zum eigentlichen Thema: Irgendwann habe ich mich gefragt, was ich wohl aus den vielen kleinen Quadraten machen könnte. Und da blitzte die Idee einer Patchworkdecke auf. Und da die kleinen Mini-Stoffe ein wenig dünn sind, häkle ich zunächst immer zwei Fleckchen zusammen. Diese werden dann anschließend wieder zur Decke zusammen gehäkelt. Im Januar hatte ich eine Riesenfreude daran, immer zwei Fleckchen zusammen zu häkeln. Ich habe sie kunterbunt miteinander kombiniert. Ich mag dieses Projekt sehr sehr gerne!

zoom loom zwischenbericht 1

Dagegen sind die Socken für meinen Schatz nur wenig gewachsen. Es ist irgendwie schon fast eine Schande, dass ich für Socken mit dicker ColourHighTwist 6fach so lange brauche. Aber ich gebe auch zu, dass sie meist nur ungeachtet in ihrer Projekttasche liegen. Ich hoffe, ich bekomme sie im kommenden Monat fertig! 😉

rostsocken - zwischenstand 2

Für das nächste Projekt muss ich erstmal vorweg schreiben, dass es sich hierbei um Werbung handelt. Die Garne hierfür wurden mir nämlich kosten- und bedingungslos von Hobbii zur Verfügung gestellt. Ich habe bereits im letzten Auf der Nadel – Bericht darüber berichtet. Der Brioche-Cowl ist um ein Mustersegment gewachsen. Auch hier hoffe ich, dass ich im Februar mehr Zeit dafür finde, daran weiter zu stricken. Denn die Wolle ist wirklich toll. Sie fühlt sich sehr angenehm an und lässt sich wunderbar verstricken. Es handelt sich hierbei um die Easy Care von Mayflower.

brioche cowl - zwischenbericht 1.1

Anfang Januar startete außerdem unser #ScreamingWolloKAL. Ein Knitalong (= dt. Strick mit), den Verena von Wollominoes und ich auf Instagram und in meiner Ravelrygruppe veranstalten. Mehr Infos zum KAL findest du auch in meinem ScreamingNews #4. Wir stricken gemeinsam den Comfort Fade Cardi von Andrea Mowry. Ich bin mittlerweile schon beim ersten Ärmel angelangt. Da der KAL ja noch bis Ende Februar läuft, bin ich guter Dinge, dass ich rechtzeitig fertig werde. Wer noch einsteigen möchte, kann das jederzeit gerne tun. In meinem Shop finden sich auch noch passende Comfort Fade Cardi Kits. Die Anleitung ist übrigens wirklich recht leicht verständlich und lässt sich gut nebenher stricken. Wer Hilfestellung benötigt, der kann gerne in meiner Ravelrygruppe vorbeischauen. Dort wurden schon einige Tipps ausgetauscht. 😉

comfort fade cardi anstrick 6

Und da das noch immer nicht genug Projekte sind, hat mich Frau Feierabendfrickeleien mit ihrer Rezension zu dem Buch Sequence Knitting von Cecelia Campochiaro mächtig angefixt. Selbstredend, dass ich mir den Riesenschmöker natürlich umgehend bestellt habe! Eine Ideensammlung par excellence, um stricken auch einfach mal etwas unkonventioneller zu denken – nämlich mathematisch. Da wird mit Musterfolgen gearbeitet. Seeeeehr spannend! Sowas lässt mein Mathematikerherz ja echt höher schlagen! Also was musste ich natürlich sofort machen? Klar. Sich ein Knäuel Wolle und passende Stricknadeln schnappen und gleich eine Musterfolge ausprobieren. Und ich bin schwer begeistert! Das ist einfach nur mega cool! Und ich habe daran mittlerweile so sehr Gefallen gefunden, dass ich mir durchaus vorstellen kann, dass daraus ein neues Design von mir entstehen könnte. Ich denke da an ein schönes Tuch. Ich bin jedenfalls sehr gespannt, wo mich die Reise bei diesem Strickstück noch hinführen wird. 😉

sequence knitting anstrick 2

Soooo. Das waren nun alle Projekte, an denen ich im Januar mehr oder weniger gearbeitet habe. Ganz schön viele, oder? Aber ich hab noch etwas zu erzählen. Denn man mag es kaum glauben, aber ich habe geribbelt! Ja richtig gehört! Ich habe geribbelt! Geribbelt, mit der Absicht an diesem Projekt nicht mehr weiter zu arbeiten. Das hat es in meiner Strickgeschichte so gut wie noch nie gegeben! Ich bin selbst ganz schockiert von mir. Im Beitrag Auf der Nadel – September 2018 hatte ich bereits von meinem wachsenden Design ‚Weißwurstfrühstück‘ berichtet. Aber spätestens als mir augefallen ist, dass das Brezenmuster auf dem Kopf steht und sich dieses Ajourmuster nicht so einfach umdrehen lässt, ging die Lust ziemlich schnell flöten. Überhaupt war meine Vorstellung von diesem Tuch in meinem Kopf eine ganz andere und lies sich irgendwie schwer umsetzen. Da ich so komplett damit unzufrieden war, hab ich es nun geribbelt und das Garn wartet auf eine andere Bestimmung.

Weißwurstfrühstück 1. Zwischenbericht

So das wars aber nun wirklich von mir. Der Beitrag ist lange genug geworden. Wer bis hier her durchgehalten hat: Vielen Dank fürs Lesen meiner Projektgeschichten! Ich wünsche euch einen schönen Februar!

Liebe Grüße

Eure Steffi

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2 Gedanken zu „Auf der Nadel – Januar 2019

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