Unser Traum vom Haus – Endspurt und Einzug

Es ist ne ganze Weile her, dass ich euch von unserem Hausbau berichtet habe. Wer neu auf meinem Blog ist und nicht weiß, wovon ich rede, der kann hier nochmal alles von Anfang an mitverfolgen. 😉

Seitdem ist eine ganze Menge passiert. Und weil wir so sehr eingespannt waren und ich erst jetzt so langsam wieder zu Atem komme, kann ich euch erst jetzt so richtig von den Neuerungen erzählen. Und das ist nicht wenig. Stellt euch also schon einmal auf einen langen Artikel mit einigen Bildern ein. 😀

Als ich euch das letzte Mal berichtet habe, waren wir gerade dabei die Böden zu verlegen. Es war bis zu Ende nicht meine liebste Arbeit. Aber wir haben damit einige Erfahrungen mehr im Leben gemacht. Eine wichtige Erfahrung ist z.B. dass es sinnvoll ist die Übergangs- und Endschienen direkt nach dem Bodenlegen zu montieren und nicht erst ein paar Wochen später. Der Boden hatte sich in der Zeit ausgedehnt, sodass ich dem Ganzen mit Stemmeisen und Hammer zu Leibe gerückt bin. Andererseits hätten wir die Schienen nicht festschrauben können. Dieser Fehler passiert uns nicht noch einmal. ^^ Kaum waren die Übergangsschienen montiert, konnten auch die Fußbodenleisten angebracht werden. Hier hat es sich bewährt, dass ich eine Starkstromsteckdose in meiner Färbewerkstatt habe. Wir haben den großen Kompressor von der Werkstatt meines Vaters ins Haus gestellt und mit Druckluft die Fußbodenleisten an die Wand ‚geschossen‘. Also so Metallstifte durch die Leisten und in die Wand. Das hält bombenfest. 🙂

Übergangsschienen

Bevor wir jedoch die ganzen Leisten und Schienen montiert hatten, kamen davor natürlich noch die Zimmertüren ins Haus. Hier kam wieder mein Bruder zum Zug. Er hat uns die Türstöcke mit samt Türen fachgemäß an einem Nachmittag montiert. Das ging echt fix. Mein Bruder macht das aber auch täglich in der Arbeit. Die Übung sieht man da auf jeden Fall. Und wir sind sehr dankbar dafür! Wir hatten allerdings auch mehr Glück als Verstand. Wir haben die Holzfarben von Böden, Holzoptikfliesen und Türen etwas wahllos ausgesucht. Dass das ganze am Ende so gut harmoniert, ist echt ein bisschen Glück. ^^ Zwischen den einzelnen Auswahlterminen lagen jedoch auch Wochen, teilweise Monate dazwischen und wir waren natürlich nicht so schlau, uns jeweils Muster zu erbitten. Wieder was gelernt.

Zimmertüren

Als die Zimmertüren montiert waren, konnte der Fliesenleger auch die letzten Fliesenleisten fertig montieren und nochmal die Fugen nachbessern. Somit waren auch die gefliesten Räume fertig und sahen recht ordentlich aus.

Fliesenkanten

Auch aussen hat sich viel getan. Nach dem Außenputz kamen die französichen Balkone an die Balkontüren im ersten Stock. Ich mag die Optik sehr und ich bin nach wie vor froh um die französischen Balkone. Durch die Balkontür geht sehr viel frische Luft in der Nacht ins Haus, was das Schlafen in der aktuellen Hitzewelle sehr angenehm macht.

französische Balkone

Kurz nach den französischen Balkonen kam auch der Außenanstrich. Und so erstrahlt unser Haus nun in schönem Weiß. Kaum waren die Maler fertig, konnte also auch das Gerüst abgebaut werden. Während wir den Innenanstrich selbst erledigt hatten, haben wir das aussen von den Malern machen lassen. Über diese Entscheidung bin ich nach wie vor sehr froh. Ich mochte das Gerüst nie und hätte dort nicht in Ruhe arbeiten können. Seine Grenzen sollte man ja doch kennen. 🙂

Als nächstes wurden die Rollläden eingebaut. Eine weitere tolle Errungenschaft. Das Haus gerade in der momentanen Hitze abdunkeln zu können ist schon ein Luxus. Leider deckten die Abdeckungen der Rollogurte das Loch dahinter nicht komplett ab, sodass hier die Putzer nochmal ranmussten. In dem Zug wurden auch ein paar weitere Löcher im Haus noch zugemacht. Diese Stellen warten leider bis heute auf Farbe, um sie abzudecken. Da hat sich noch nicht die passende Gelegenheit ergeben. Aber das werden wir auch demnächst in Angriff nehmen. 🙂

Der Elektriker konnte nun auch mit der Feininstallation weiter machen. So wurde die Türklingel und die Aussensteckdosen angebracht. Das Stromkabelchaos im Hauswirtschaftsraum wurde außerdem geordnet und unter Abdeckungen versteckt und im Haus wurden die restlichen Lichtschalter und Steckdosen montiert. Einzig im Küchenbereich fehlen noch die meisten Steckdosen und Schalter. Das liegt aber daran, dass die Küche noch nicht fertig ist und an die Wand ja noch ein Spritzschutz ran kommt. Wenn das erledigt ist, kann der Elektriker auch fertig machen. Zur Küche aber weiter unten mehr.

Türklingel

Nun folgte noch die offizielle Bauabnahme zusammen mit dem Bauleiter, währenddessen wir noch kleine Baumängel ansprechen konnten. Diese wurden nach der Bauabnahme auch umgehend beseitigt. Hier beide Daumen hoch! Eine Woche später folgte schon der Blower Door Test, der für den Energieausweis des Hauses wichtig ist. Unser Haus hat ihn mit Bravour bestanden und so stand dem Einzug nicht mehr viel im Weg.

Blower Door Test

Bevor wir jedoch einziehen konnten, mussten wir noch für Licht im Haus sorgen. Die Lampen lagen schon eine Weile im Haus und warteten auf die Montage. Also machten wir uns an die Arbeit und haben zum ersten Mal im Leben selbst Lampen montiert. Es gibt ja bekanntlich nichts, was man nicht lernen kann. Und es hat auch erstaunlich gut funktioniert. Und so wurde nach und nach in jedem Raum für Licht gesorgt.

Lampenmontage

Kaum waren die Lampen montiert, haben wir natürlich gleich die ersten Einrichtungsgegenstände ins Haus verfrachtet. Die Couch, die schon im Wohnzimmer stand, wurde erstmal ausgepackt und endmontiert. Gleich danach haben wir unsere neuen Küchenstühle zusammengebaut. Hier mussten noch die Beine an die Sitzschale montiert werden. Außerdem haben wir den alten Esstisch meines Freundes, der lange eingelagert war, ins Haus getragen. Er harmoniert so toll mit den neuen Stühlen. Außerdem wurde mein alter Glastisch ins Wohnzimmer gestellt. Er passt perfekt zur Couch. Und selbstredend hat mein Freund auch gleich seinen Webstuhl aufgebaut. 🙂

Auch das Bett wurde rasch ins neue Haus verfrachtet. Da wir aktuell unser Geld erstmal in fehlende Einrichtungsgegenstände und in die Aussenanlagen stecken, ist es auch hier noch bei unserem alten Bett geblieben. Bei 1,20 m auf 2,20 m ist es eben etwas kuschlig, aber wir sind das schon lange gewohnt. Im alten Haus war kein Platz für ein größeres Bett. Im neuen Haus ist natürlich irgendwann ein größeres geplant. Aber erst einmal gibt es wichtigere Anschaffungen.

Bett

Eine weitere wichtige Tat war das Montieren meines großen Gastrowaschbeckens in der neuen Werkstatt. Das hat uns ein wenig Mühe und Kreativität gekostet, aber am Ende hat alles funktioniert. Dieses Waschbecken hab ich euch ja im letzten Beitrag schon vorgestellt. Es stand lange Zeit in der Heuscheune. Sehr lange Zeit. So hatte es teilweise schon Flugrost- und Roststellen. Ich habe einen guten Tag mit polieren und putzen verbracht. Die Roheisenstange hinten haben wir mit Flex und Stahlbürste behandelt. Anschließend zweimal mit Rostschutzgrund und einmal mit Metallschutzlack gestrichen. So konnte es schließlich ins Haus wandern. Um den Boden zu schonen, haben wir die Metallfüße auf Holzleisten geschraubt und nach Montage des Wasserhahns (für welchen wir extra ein Loch durch das Edelstahlbecken bohren mussten) und des Siffons (für den wir ganz schön improvisieren mussten) an der Wand befestigt. Zwischen Wand und Waschbecken kam noch ein RAL-Band als Puffer. Anschließend wurde alles mit Acryl verfugt und fertig war das Waschbecken. Es leistet schon gute Dienste. Denn bis die Küche komplett fertig ist, dient es uns auch fürs Abspülen des dreckigen Geschirrs.

Waschbecken montiert

Und so kommen wir auch schon zu unserer Küche. Keine Sorge, das ist nun der letzte Absatz! Wer bis hierhin gelesen hat, vielen Dank für das Durchhaltevermögen! Die Küche wird ja von meinem Vater gebaut. Der ist Schreiner von Beruf und somit bekomme ich zum Materialpreis eine absolute Luxusküche. Eine Vollmassivküche. Viele Stunden haben wir auch in der Werkstatt verbracht und haben kleine Leisten zu Platten geleimt, aus denen dann die Küche entstanden ist. Sie ist nun schon fast fertig. Die Schränke sind schon alle vorhanden. Auch der Küchenblock ist schon im Haus montiert. Hier fehlen nur noch die Fronten, welche gerade in Fertigung sind. Als nächstes kommt die Küchenplatte aus Stein. Hierfür haben wir diesen Freitag noch einen Termin mit einem Vertreter. Und dann ist die Küche schon fast fertig. Kühlschrank und Backofen sind schon fertig montiert und bereits im Einsatz. Als Herdersatz haben wir aktuell einen Zwei-Platten-Herd. Das funktioniert vorübergehend ganz gut. Leider habe ich kein aktuelles Bild, welches vorzeigbar ist. Ich zeige euch auf jeden Fall nochmal Bilder, wenn die Küche ganz fertig ist. 🙂

Küche

Jaaaa. Das ist nun unser aktueller Stand beim Haus. Einige Kleinigkeiten stehen noch an. Ich werde also sicherlich noch ein paar Mal über Veränderungen schreiben, allerdings nun sehr viel unregelmäßiger. Ich wünsche euch eine schöne heiße Woche!

Liebe Grüße

Eure Steffi

Werbeanzeigen

12 Gedanken zu „Unser Traum vom Haus – Endspurt und Einzug

  1. Das sieht nach viel Arbeit aus, wird aber toll… die Küche ist der Hit und auch der Rest schaut super aus. Erinnert mich an unseren Umzug in die ETW, das war auch viel Arbeit…..
    Hab eine tolle Woche

    Gefällt 1 Person

    1. Ja mit viel Arbeit ist das wahrlich verbunden. Aber von nichts kommt ja bekanntlich nichts und man machts ja für einen selbst. Das ist immer etwas anderes. Am Ende kann man immer stolz auf sein Tagwerk schauen. 🙂 Hab lieben Dank für deine lieben Worte. Ich wünsche auch dir eine schöne Restwoche!

      Liken

  2. Wahnsinn was ihr bisher geleistet habt und wirklich spannend euren Hausbau mit zu erleben. Mit Kauf und Umbau war ich schon ausgelastet, dieses hier ist noch ein paar Nummern größer. Seid Stolz auf euch und eure Arbeit.

    Gefällt 1 Person

  3. Da ward ihr aber sehr fleißig. Schön dass alles dann doch so gut geklappt hat und ihr euch schon wohl fühlt. Der Rest kommt dann auch noch. Einzug dieses Bett… das verstört mich ein wenig. Ich habe bis Anfang des Jahres eine ganze Zeit allein in einem zwei-Meter-Bett geschlafen und musste mich schon stark einschränken, als ich das nun wieder permanent teilen musste 😄 ihr habt meinen vollsten Respekt! Hier würde das Krieg auslösen 😅
    Gespannt bin ich auf deine Küche. ☺️
    LG Anma

    Gefällt 1 Person

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s