Fiber Fact Friday Nr. 2: Mottenprophylaxe – Wie beuge ich einem Mottenbefall vor?

Hallo zurück zu einem weiteren Teil des Fiber Fact Friday! Im ersten Teil habe ich euch erzählt, was Kleider- und Pelzmotten unterscheidet und wie man sie wieder los wird, wenn sie einmal unsere hoch geschätzten Wollvorräte befallen haben. Lies dir also gerne nochmal den ersten Teil hier durch.

Heute beschäftigen wir uns mit den Methoden, die helfen einen Mottenbefall zu verhindern. Der Prophylaxe eben. Bevor ich euch aber Möglichkeiten der Vorbeugung erleutere, erzähl ich euch erst einmal etwas zum Lieblings-Lebensraum der Mottenraupen.

Lieblings-Lebensraum der Kleider- und Pelzmottenraupen

Um möglichst effektiv einem Mottenbefall vorbeugen zu können, müssen wir erst einmal verstehen, wie es die Raupen am liebsten haben. Denn jeder hat seine Wohlfühlatmosphäre. Bei Schädlingen können wir daher gezielt Maßnahmen ergreifen, um es ihnen so ungemütlich wie möglich zu machen.

In der Natur legen die Kleider- und Pelzmotten ihre Eier in Vogel- und/oder Tiernester ab. Dort gibt es genug zum Fressen für die schlüpfenden Raupen. Denn Tierhaare und Federn zählen zu ihrem Lieblingsessen.

Doch fast noch lieber mögen sie es in unseren Häusern. Warum? Weil sie es da oft noch sehr viel gemütlicher haben! Gleichbleibend warme Temperaturen sind für sie besonders angenehm. Wie für uns ja auch. Und so laden wir sie damit förmlich ein in unser Zuhause.

Einmal im Haus suchen sie sich am liebsten dunkle, stille Orte, an denen sie möglichst ungestört sind. Ein Jackpot ist es dann noch, wenn es im Raum etwas feucht und muffig ist. Das mögen sie am liebsten.

Wie kann ich einem Mottenbefall vorbeugen?

Jetzt wo wir verstanden haben, wie die Motten am liebsten wohnen, können wir es ihnen so richtig ungemütlich machen. Und dafür gibt es eine ganze Reihe an Möglichkeiten:

  • Bewegung: Wie oben schon erwähnt, mögen es die kleinen Biester am liebsten ruhig und ungestört zu bleiben. Na das können wir ihnen so richtig vermiesen! Kleidung oder die Wollvorräte immer wieder einmal bewegen und durchschütteln hilft da schon ganz viel. Auch häufig mal in den Beständen wühlen oder umräumen, macht es den kleinen Flatterviechern ungemütlich.
    Daher sollte man auch Teppiche regelmäßig ausklopfen. Das befreit ihn nicht nur von Staub und Schmutz, sondern auch von Motteneiern und -raupen.
  • Kühl lagern: Motten mögen es schön mollig warm. Daher kann es schon viel helfen, wenn man seine Wollvorräte oder auch die gestrickten Projekte kühl lagert. Da fühlen sie sich sehr viel weniger wohl. Da wir heutzutage dazu neigen, unser Haus komplett zu beheizen, ist das allerdings nicht mehr sooo einfach umzusetzen. Wenn du aber ein kühleres Plätzchen im Haus hast, wäre das der Place-to-be für deine Wolle und Wollkleidung.
  • Gründlich waschen bzw. reinigen: Beim Tragen der Kleidung hinterlassen wir in dem Gewebe kleine Hautschüppchen, Hautfett oder sonstige organische Rückstände. Diese ziehen Motten förmlich an und sind ein ganz besonderer Leckerbissen für sie. Daher sollte man Kleidung nicht nur gründlich lüften nach dem Tragen, sondern auch ordentlich waschen bzw. reinigen. Ganz wichtig ist dieser Schritt, bevor man die Kleidung wieder einlagern möchte.
  • Gerüche: Starke Gerüche wirken auf Motten eher abstoßend. Das können wir zu unserem Vorteil nutzen.
    • Natürliche Methoden wären hier Säckchen mit getrockneten Lavendelblüten, Nelken, getrockneter Orangenschalen und Walnussblättern. Wenn solche Säckchen ihren Duft mit der Zeit verlieren, kann es helfen, sie noch einmal durchzukneten. Wenn auch das nicht mehr hilft, sollten die Säckchen ersetzt werden.
    • Eine weitere natürliche Möglichkeit wären Zedern- oder Zirbelholzstücke. Sie verströmen einen intensiven Duft und vertreiben so die Motten. Sobald die Holzstücke ihre Duftintensität verlieren, braucht man nur mit feinem Schmirgelpapier kurz darüber schleifen und schon duften sie wieder wie am ersten Tag!
    • Und dann gibt es natürlich auch noch künstlich hergestellte Produkte. Die Rede ist hier von Mottenkugel und Mottenpapier. Auch diese verströmen starke Düfte bzw. Gase und vertreiben die Tiere bzw. töten sie direkt ab. Diese Methoden werden aber heute nicht mehr allzu oft angewendet, da es leider gesundheitliche und umweltschädigende Auswirkung haben kann.
  • Zeitungspapier oder Plastiktüte: Natürlich kann man auch vorbeugen, indem man die richtige Lagerungsmethode verwendet. Hierbei kann es schon helfen, die wolligen Schätze in Zeitungspapier einzuschlagen. Plastiktüten oder Plastikboxen wären hier ebenfalls eine Alternative. Bei Plastikboxen sollte man jedoch darauf achten, dass diese gut verschließbar sind und keine Lüftungslöcher haben. Das wäre kontraproduktiv. Auch einlaminieren kann eine vorbeugende Maßnahme sein.
  • Hitze und/oder Kälte: Starke Hitze bzw. Kälte tötet die Mottenraupen zuverlässig ab. Daher schadet es nicht, Kleidung auch mal heiß zu waschen. Empfindliche Kleidung wie unsere geliebten handgestrickten Pullover und ähnliches sollte man jedoch eher mit Kälte behandeln. Eine Woche im Tiefkühlschrank helfen da Wunder und töten die Biester zuverlässig ab. Ich persönlich mache das prophylaktisch einmal im Jahr. Dann kommt nach und nach mein kompletter Wollstash und meine gestrickten Sachen in den Tiefkühler.
  • Pheromonfallen: Wie ich schon im ersten Teil der Fiber Fact Friday-Reihe geschildert habe, helfen Pheromonfallen nur bedingt, um Motten zu bekämpfen. Sie ziehen nur die Männchen an und somit nur die Hälfte der Spezies.
    Allerdings sind sie ganz gut, um einen Befall aufzudecken. Wenn man den Verdacht hat, dass da ein Befall sein könnte, dann sollte man solche Pheromonfallen aufstellen. Am besten an dunklen, stillen Orten, wo sich die Motten am liebsten aufhalten. Hierbei sollte man die Fallen täglich kontrollieren. Wenn viele Tiere daran festhaften, sollte man weitere Maßnahmen einleiten. Welche das sind, habe ich dir hier schon beschrieben.
    Allerdings würde ich diese Fallen nicht zur Sicherheit permanent stehen lassen. Denn durch den dort eingesetzten Duft-Lockstoff kann es dazu führen, dass man sich erst recht die Motten ins Haus lockt. Und das wollen wir ja eher vermeiden.

Keine dieser Methoden schützt allerdings komplett hunderprozentig. Daher empfehle ich eine Kombination verschiedener Methoden zu wählen. So kann man den Schutz auf jeden Fall erhöhen.

Ich hoffe, ich konnte dir damit ein paar nützliche Tipps mit auf den Weg geben und hoffe, dass deine Wollschätze stets sicher vor gefräßigen Motten sind!

Liebe Grüße

Deine Steffi

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Quellen:
https://www.t-online.de/heim-garten/garten/id_51983310/motten-vorbeugen-und-bekaempfen-tipps-gegen-kleidermotten.html
https://www.t-online.de/heim-garten/haushaltstipps/id_51988570/tid_embedded/si_7/sieben-tipps-gegen-kleidermotten.html
https://www.berlin.de/special/immobilien-und-wohnen/ratgeber/2161966-893025-motten-im-kleiderschrank-vorbeugen-vertr.html

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